WIP-, CIP-, SIP-Reinigungsanlagen

Maßgeschneiderte Reinigungslösungen für höchste Produktsicherheit

Moderner Anlagenbau umfasst heute insbesondere in der Pharma- und der Lebensmittelindustrie die Planung und Umsetzung von fehlerfrei funktionierenden Reinigungsanlagen. Die Ansprüche an diese Anlagen sind in der Lebensmittel- und Pharmazeutischen Industrie von zunehmender Bedeutung.

Eine Reinigung umfasst dabei das Entfernen von Rückständen und Partikeln durch ein Durchspülen der Anlagenkomponenten und Leitungen. Optional sorgt eine daran anschließende Desinfektion für eine Abtötung von möglichen Organismen. CIP (cleaning in place) und SIP (sterilisation in place) beschreibt eine ortsgebundene Reinigung von verfahrenstechnischen Anlagen. Bei WIP (washing in place) ist hingegen ein wesentlich höherer manueller Aufwand im Rahmen des Reinigungsprozesses nötig.

Wellmann Engineering ermöglicht seinen Kunden dabei unbegrenzte Flexibilität und bietet maßgeschneiderte CIP/SIP/WIP Lösungen zur Reinigung und Sterilisation für jeden Bedarf. Um höchste Produktqualität zu gewährleisten, geschieht dies stets unter Berücksichtigung aller technischen und pharmazeutischen Vorgaben, je nach Validierungsvorgaben und pharmazeutischem Produkt.

Seit Jahren konzipiert und setzt Wellmann CIP/SIP/WIP-Anlagen nach Kundenwunsch erfolgreich um. Neben der Planungsleistung gehören auch die Entwicklung des Automatisierungskonzepts sowie die Installation der Anlage, der Bauteile und Rohrleitungen zum Leistungsumfang. Wellmann liefert Anlagen und Reinigungskonzepte komplett aus einer Hand.

 

WIP-Anlagen

Gesetzlich gibt es keinen Unterschied zur CIP-Reinigung, jedoch liegen bei WIP in der Regel niedrigere hygienische Anforderungen und weniger strenge Validierungsvorgaben zugrunde. Hier ist ein wesentlich höherer manueller Aufwand nötig und erfordert einen hohen Anteil an Demontage.

Im Gegenteil zu CIP/SIP Anwendungen zeichnen sich WIP-Anlagen als kostengünstigste Lösung aus, die aber in der industriellen Verfahrenstechnik aufgrund des höheren Aufwands nachrangig zu betrachten ist.

 

CIP-Anlagen

CIP Anlagen sind meistens vollautomatisch, mit fest hinterlegten Reinigungsprogrammen und variabel einstellbaren Temperaturen, ausgelegt. Durch den hohen Automatisierungsgrad wird eine schnellere Reinigung, ein reduzierter Wasser- und Reinigungsverbrauch sowie geringer Arbeitseinsatz erzielt.

CIP Anlagen sind fest installierte Einheiten und erfordern keine oder nur geringe Montage-/Demontagearbeit. Durch eine programmierte Vorspülung werden Partikel ausgespült. Reinigungstemperaturen liegen je nach Anwendungsfall um die 90 °C. Nach dem Durchspülen werden die Leitungen und Komponenten mit Lauge bepumpt. Nach dem Durchspülen mit Wasser findet eine abschließende Säurespülung statt.

SIP-Anlagen

Beim SIP-Verfahren werden Mikroorganismen durch eine höhere Temperatur als beim CIP-Verfahren abgetötet. Verwendete Medien hierbei sind Heißwasser oder gesättigter Reinstdampf. Die sterilisierende Wirkung von Temperaturen bis zu 140°C wird durch eingesprühte Desinfektionsmittel unterstützt. SIP wird meist über dieselbe Installation wie eine CIP-Reinigung gefahren, die in der Regel als Reinigungsschritt der SIP vorausgeht. Besonders in der pharmazeutischen Industrie ist SIP Voraussetzung für höchste Produktqualität.

Reinigungsablauf

Im ersten Reinigungsschritt müssen Produktreste in der Anlage gelöst und ausgespült werden.

CIP-Anlagen können dabei je nach Gegebenheiten entweder bei jedem Reinigungskreislauf mit neu zugeführtem Frischwasser oder umweltschonend mit einer Umlaufreinigung und geschlossenen Reinigungsmittelkreislauf betrieben werden.

Um ein Anbrennen oder Auskristallisieren zu vermeiden, wird hier nahe der Produktionstemperatur gearbeitet, meist kalt oder lauwarm. Die Reinigungslauge wird langsam aufgeheizt um anschließend durch das System gepumpt zu werden. Festgelegte Parameter wie Temperatur, Geschwindigkeit, Konzentration und Zeit werden dabei von Mess- und Dosiertechnik kontinuierlich überprüft, um eine sichere Kontrolle und Dokumentation zu gewährleisten. Die Lauge wird anschließend mit Wasser ausgeschoben.

Es folgt eine Säurespülung, die anorganische Beläge löst, verbleibende Mikroorganismen abtötet und eventuelle Laugenreste neutralisiert.

Als letzter Reinigungsschritt folgt die Desinfektion, die eventuelle noch lebende Organismen abtötet und der Qualitätssicherung dient.