Klassiker unter erschwerten Bedingungen: Wellmann baut KZE bei Bad Brambacher

  • Neukonstruktion mit Einbindung vorhandener Anlagenteile
  • Knapper Raum und enges Zeitfenster für die Installation
  • Individuelle verfahrenstechnische Lösung aus einer Hand


Halle (Westf.), 07. März 2017 – Engineering, Installation, Automation und Inbetriebnahme aus einer Hand. Bei ihrer neuen Kurzeiterhitzungs-Anlage (KZE) setzte die Bad Brambacher Mineralquellen GmbH & Co. Betriebs KG auf Wellmann Engineering. Das von Grund auf kundespezifisch konstruierte Aggregat wurde unter Einbindung bestehender Anlagenteile, sowie unter besonders herausfordernden Bedingungen umgesetzt: allen voran knapper Raum und ein enges Zeitfenster. Was zählte, waren kompakte Abmessungen und durchdachte Lösungen für vielseitige Anforderungen.

„Die Kurzzeiterhitzungsanlage ist ein Klassiker des Anlagenbaus. Entscheidende Mehrwerte ergeben sich bei der kundenspezifischen Konstruktion und Implementierung vor Ort“, sagt Gerhard Wellmann, Geschäftsführer von Wellmann Engineering. In Bad Brambach machten die räumlichen, zeitlichen und konstruktiven Vorgaben das Projekt zu einer technischen und logistischen Herausforderung.


Hohe Variabilität bei zu verarbeitenden Getränkesorten
Installation auf knapp neun Quadratmeter Fläche, Einbringung zwischen bestehendem Puffertank, Lufttransport und Flaschenfüller sowie eine möglichst kurze Stillstandzeit der Produktion lauteten die Rahmenbedingungen. Weiterhin war eine hohe Variabilität der Anlage bei den zu verarbeitenden Getränken und in Bezug auf unterschiedliche CO2-Gehalte und verschiedene Durchflussleistungen gefragt. Die geforderte Durchsatzmenge umfasste mit 8 bis 16 Kubikmeter pro Stunde eine große Spreizung. Andreas Henschke (Foto), Geschäftsführer Bad Brambacher entschied sich mit Wellmann für einen umfassenden Systemlieferanten: „Von der 3D-Planung über die Verfahrenstechnik und Anlagenautomatisierung sowie die mechanische und elektrische Montage und Inbetriebnahme stammt alles aus einer Hand.“

Um eine rasche Installation zu gewährleisten, fertigte Wellmann die Anlage auf einem Rahmen vor, um sie dann als Ganzes vor Ort einzubringen. Vorverlegte Leitungen verkürzten die Umschlusszeit weiter. Zuvor wurde das Anlagenprogramm in der Theorie mehrfach simuliert, sodass die Optimierungsphase bei der Inbetriebnahme verkürzt wurde. Da das vorgegebene Heizmedium Heißwasser ist, wurde ein zusätzliches elektrisches Heizmodul montiert. Die Komponente garantiert auch bei schwankenden Vorlauftemperaturen des Heizmediums konstante Pasteurisationseinheiten. Mit der hohen Varianz der Anlage bei CO2-Gehalt, Durchflussmenge und Pasteurisationstemperatur ist Bad Brambacher für die Zukunft gerüstet. „Mit der Anlage können wir sowohl das aktuelle Portfolio als auch zukünftige Produktvarianten ideal abbilden“, resümiert Andreas Henschke.