"Ein echtes Spektakel" - Neue Tankzylinder landen in Spalt

Spalt, 23.04.2016 Die neuen Tankzylinder für die Stadtbrauerei Spalt haben mit ihrer Einfamilienhaushöhe beim Transport durch die Hopfen- und Bierstadt für Aufsehen gesorgt. "Ein echtes Spektakel!", so Bürgermeister und Brauereichef Udo Weingart. Am Ziel angekommen, sollen die Behälter nun die nächsten Jahrzehnte für die richtige Kühlung der Biere sorgen. Auch Gäste aus der Partnerstadt St. Cloud zeigten sich beim Einbau begeistert.

Schon beim Brauereifest haben Ruth und Chris Laumb mitgefeiert. Letzterer ist selbst Braumeister in seiner Heimatstadt in Minnesota. Er setzt dort natürlich auf den Hopfen des hiesigen mittelfränkischen Anbaugebiets und braut so Biere im "Spalter Style", so Laumb. Die jetztige Baumaßnahme in Spalt verfolgt das Paar bei seinem Besuch äußerst interessiert. Man erlebt auch nicht alle Tage, dass 25 Tanks durch das noch offene Dach der neuen Lagertankhalle per Kran förmlich an ihren Bestimmungsort "einschweben".

Zwischen 125 und 500 Hektoliter passen in die zylindrokonischen Behälter, die entsprechend der jeweiligen Biersorte zum Einsatz kommen sollen, wie Laumbs Kollege, der Spalter Braumeister Uwe Schulz erklärt. Der Clou dabei: Das Bier wird nun doppelt gekühlt. Einmal durch die Tanks selbst und einmal durch die etwa 360 Quadratmeter große, raumoptimierte Einhausung. So sind ein bis zwei Grad garantiert. "Wir haben nur minimale Abstrahlverluste von fünf Prozent", so Schulz weiter, das nun verwirklichte Kühlkonzept sei "die energetisch beste Lösung auf dem Markt".

Aber es kommt noch besser: Die direkte Tunnelverbindung zum Gärkeller nebenan sorgt für sehr kurze Wege - für Bier und Mitarbeiter. Es muss auch keiner mehr in die Tanks zur Reinigung krabbeln, die geschieht nun automatisch. Bis zu 100.000 Kilowattstunden ließen sich im Jahr einsparen, wie Schulz unterstreicht. Das alles hat natürlich seinen Preis: Die Kosten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro, betont Weingart. "Im langfristigen Masterplan und in der Geschichte der Brauerei ist das ein großer Baustein!" Wo die neue Halle sich jetzt befindet, war vorher Fläche für Leergut, für das selbst vor gar nicht langer Zeit ein eigenes Gebäude gebaut wurde.

Der alte Lagerkeller wiederum, der noch über liegende Tanks verfügte, soll selbst eine neue Funktion bekommen. Mit der neuen Investition sei nun ein großer Schritt in die Zukunft und in Richtung Standortsicherung getan, sind Weingart und Schulz sich einig: "Wir haben schon 30 jahre weiter gedacht."